On: 50 • Today: 829 • Month: 11149 • All: 6908864

   

Navigation: » dA-Gaming - Blog

Gestatten, Max Müller vom NDR!
Kategorie Gesellschaft, Verfasst am 22.04.2011 um 18:45 Uhr

Geschrieben von Cyberonic

Ich flog aus dem Bett, als die Türklingel ertönte. Irgendwann werde ich dieses Mistding kaputt hauen. Nirgendwo gibt es solch eine laute, nervige Klingel wie hier, da war ich mir sicher. Eilig streifte ich die Jogginghose über während ich versuchte mich an das gleißend helle Tageslicht zu gewöhnen. Mein Schädel pochte. Langsam torkelte ich zur Tür und betätigte den Summer. Am Tag danach ist das Leben grauenvoll. Vorsichtig lugte ich in dne Hausflur. Noch war niemand zu sehen, aber ich konnte Schritte hören. Kurze Zeit später stand er vor mir. Ich schätzte ihn auf Mitte vierzig. Er hatte krauses, aber gepflegtes Haar. In seinem Jackett und der Ledermappe unter dem Arm sah er recht professionell aus. Doch da ich vorgewarnt wurde, hatte ich mich gut auf seinen Besuch vorbereitet. Ich ließ mich also ganz bestimmt nicht von seinem souveränen Auftreten einschüchtern.

"Gestatten, Max Müller vom Norddeutschen Rundfunk, einen wundervollen guten Tag". Mit diesen Worten fuchtelte er mir mit einem kleinen Plastikausweis direkt unter der Nase herum. Ich wich instinktiv einen Schritt zurück. Dann nahm ich den Ausweis entgegen. Dabei realisierte ich allerdings, dass ich noch zu fertig war um die winzige Schrift zu entziffern. "Spreche ich mit Marian Sauter?" fragte er mich eine Spur zu freundlich. "Wieso?" entgegnete ich und dachte er solle doch erstmal sagen was er wolle. "Weil ich gerne wisse, mit wem ich spreche." Verdammt, da hat er einen guten Punkt gemacht. Darauf war ich nicht vorbereitet. "Äh... jaa" sagte ich zögerlich. "Sehr schön. Ich bin von der Gebühreneinzugszentrale beauftragt worden bei Ihnen nach dem aktuellen Stand über ihre Rundfunkempfangsgeräte zu schauen. Ich habe hier eine Notiz über einen Auslandsaufenthalt von Ihnen. Aber Sie scheinen ja wieder da zu sein." Wusst ich's doch. Der Zeitpunkt war also gekommen. "Neee" antwortete ich. Der kriegt ganz sicher nichts aus mir heraus. Er schaute mich verdutzt an und ich konnte das Grinsen, welches sich auf meinem Gesicht abzuzeichnen begann, nicht ganz verbergen.

"Aaaber, Sie stehen doch gerade vor mir?", fragte er leicht verunsichert. Vielleicht hätte ich das auch verneinen sollen. Einfach um zu schauen, wie weit ich es mit ihm treiben kann. Aber ich wollte es hinter mich bringen, da mein Kopf zu explodieren drohte. "Ja schon, aber ich bin nur kurz hier und gehe bald wieder." Doch damit hatte ich dem Hund leider schon den Knochen zugeworfen. "Es ist irrelevant wie lange sie hier sind. Sie müssen alle Ihre Rundfunkempfangsgeräte angemeldet haben, solange Sie in Deutschland verweilen." erläuterte er nicht mehr ganz so freundlich. Jetzt wurde es kniffelig. "Ich habe keine, ist alles in meiner Wohnung in Schweden.", log ich. Ich war zwar sechs Monate in Schweden, hatte aber keine Wohnung mehr. Und erst recht keine Rundfunkempfangsgeräte dort. Die waren alle hier, ca. einen Meter hinter dem Mitarbeiter meiner ach so geliebten öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt. Doch er roch den Braten: "Aber Sie haben doch bestimmt ein Handy. Fast alle Handys können heutzutage ins Internet, die müssen Sie auch anmelden." Den Teufel werd' ich tun, dachte ich und verneinte entschlossen. Keine Sekunde später klingelte eben jenes. "Und was ist dieses klingeln?" fragte er berechtigterweise. "Mein... Haus...telefon?" Ich war leicht aus dem Konzept gekommen. "Können Sie es mir mal zeigen?" fragte er bestimmt. Den Teufel werd' ich tun, dachte ich erneut - und diesmal sagte ich es auch. Zunehmend wurde ich mehr und mehr durch einströmendes Dopamin beflügelt. Mein Kopf eröffnete sich mir immer mehr mit klugen gedanken und immer weniger durch die stechenden Schmerzen. Mittlerweiele war Herr Müller auch leicht sauer. Es war offensichtlich, dass ich ihn verarschte und merkwürdigerweise mögen die meisten Leute das nicht. "Ich fülle Ihnen jetzt ein Anmeldeformular aus, falls Sie es sich anders überlegen." Ich lächelte siegessicher, als ich antwortete. "Vielen Dank. Aber das werde ich nicht."
Er stapfte davon und ich schloss erleichtert die Tür.

1 Kommentare • 3685 Hits

Oh weh, oh weh, die AKW.
Kategorie Gesellschaft, Verfasst am 15.03.2011 um 20:28 Uhr

Geschrieben von Cyberonic

Bedingt durch die drohende nukleare Katastrophe in Japan gibt es seit letztem Freitag auch in Deutschland kein anderes Thema mehr: Atomkraftwerke. Entweder geht es in den Nachrichten um die Lage Japans selbst oder man darf als gespannter Zuschauer teil der wieder einmal aufflammenden Diskussionen über unsere eigenen AKW werden. Wie den meisten aber klar sein dürfte, wird hier anlässlich der anstehenden Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg vorwiegend auf Wählerfang gegangen. Mit der Angst unserer Mitbürger kann man nun einmal gut Politik machen. Das hat sich ja bewährt. Eigentlich möchte ich in diesem Eintrag aber auf einen anderen Punkt eingehen: die Atomkraftgegner.

Viele der eingesessenen Anti-Atom-Kohorten schreien jetzt ja wieder "Abschalten!" auf. Dies schrittweise und über ökonomisch sinnvolle Zeiträume hinweg durchzuführen lehnen sie aber ab. "Alles und sofort!" ist die Devise der Stunde. Begründet wird das momentan einzig und allein mit - wen wundert es - der Gefahr, die von AKW ausgeht. Zugegeben: Sollte der selbstverständlich äußerst wahrscheinliche Fall eintreten, dass sich in Deutschland das erste starke Erdbeben (> Intensität 8) der gesamten germanischen Geschichte und dann daraufhin die nächste Baden-Württembergische Sintflut ereignete, wären wir vermutlich nicht mehr so lange Teil der Menschheitsgeschichte.

Ich bin zwar kein Experte in Reaktorsicherheit, glaube aber, dass die Lage in allen anderen Fällen nicht halb so katastrophal wäre, wie in Japan zur Zeit. Das gute ist ja auch, dass ich mich gar nicht wirklich auskennen muss, weil es die AKW-Gegner ja eigentlich auch alle nicht tun. Unabhängige Experten sagen zwar, die deutschen Reaktoren seien sicher, woraufhin die Anti-Atom-Lobby schlicht behauptet die Experten wären nicht unabhängig. Die eigenen Experten, die das unglaubliche Risiko ermittelt haben, das von den AKW ausgeht, sind es aber selbstverständlich.

Aber ich will den Ökos mal den Gefallen tun und mich an ein Gedankenexperiment wagen, welches ungefähr den aktuellen Forderungen entspricht:
Deutschland beschließt, alle AKW der Bundesrepublik morgen abzuschalten. Alle. Morgen.

Das unbestreitbar gute daran wäre natürlich: Wir sind sicher! Alle würden sich unglaublich freuen und die Grünen könnten sich endlich den zahlreichen Braun- und Steinkohlekraftwerken zuwenden. Bis die Brennstäbe dann nach Frankreich verkauft sind (am besten samt Kraftwerk außenrum), liegen sie zwar noch bei uns rum, aber hey, jetzt kann uns ja nichts mehr passieren. Und noch einen Vorteil hätte die sofortige Abschaltung: Die Schwaben und Badenser wüssten endlich wieder, wie es sich im von vielen zurückersehnten Mittelalter so lebt. Strom gibt's in BW dann nämlich nur noch für jeden zweiten Haushalt. Und wenn ein paar Freiburger doch wieder Strom haben wollen, gibt's ja immerhin die Möglichkeit sich günstigen Atomstrom aus Frankreich direkt ins Haus liefern zu lassen. Wunderbar!

Mal ernsthaft: sofortiges Abschalten von allen AKW hätte eine einzige Folge: massive Energieprobleme in ganz Deutschland. Fast jede vierte kWh, die in Deutschland erzeugt wird, stammt aus Atomkraftwerken. Außerdem soll Strom in Deutschland laut der Energieagentur Dena selbst ohne die Abschaltung aller AKW im Jahr 2012 knapp werden. Scheinbar denken auch viele Atomkraftgegner, man könne Strom importieren wie T-Shirts - z.B. aus China. Wenn wir selbst also nicht genug produzieren, holen wir uns doch einfach ein bisschen billigen Strom aus Russland oder Kuba oder gar schönen Ökostrom aus Norwegen. Dass Strom zzT nicht verlustfrei über weite Strecken transportiert werden kann, scheint den meisten nicht klar zu sein.

Anstatt also so hirnrissige Forderungen zu stellen, wäre ein marktwirtschaftlicher Ansatz aus meiner Sicht weitaus sinnvoller. Mittlerweile bietet die Hälfte aller Stromanbieter in Deutschland auch Ökostrom an. Damit ist Ökostrom in nahezu allen mittelgroßen Städten verfügbar. Dennoch haben erst 2 Millionen der 40 Millionen Haushalte deutschlandweit auf Ökostrom umgestellt. Daraus schließe ich, dass weite Teile der Bevölkerung gar nicht in dem Maße hinter der Anti-Atomkraft- bzw. Umweltbewegung stehen, wie diese gerne proklamieren. Wenn diese Unterstützung wächst, steigt in meinem Verständnis zwangsläufig die Anzahl der Haushalte, die auf Ökostrom umgestellen und daraus folgend ließe sich Atomstrom in Deutschland gar nicht mehr ökonomisch herstellen.
Wäre das nicht ein Ansatz?

0 Kommentare • 3835 Hits

Cyberonic läster: Das ESL Clanforum
Kategorie eSport, Verfasst am 11.01.2011 um 02:01 Uhr

Geschrieben von Cyberonic

Ich muss es jetzt einfach rauslassen. Die Naivität, Ignoranz oder überragende Dummheit mancher Leute kann mir manchmal echt richtig auf die Eier gehen. Deswegen habe ich mal die erstbesten Sachen genommen, die ich gefunden habe.

aus ESL:Germany Clan > Clanseiten
Liebe Community, eine ernst gemeinte Frage :
Sieht das Design so Perfekt aus oder warum bekomme ich von den  Top Homepagekritiker keine Antwort?

Also, da gibt es jetzt mehrere Möglichkeiten:
1. Die erhoffte: Dein Design ist perfekt.

Da es aber äußerst unwahrscheinlich ist, dass du als Vertreter irgend eines Clans aus der hinterletzten Ecke der ESL ein perfektes Design zusammengebastelt kriegst, müssen wir wohl notgedrungen weiter nach einer Erklärung suchen.

2. Die befürchtete: Die namhaften Homepagekritiker der ESL-Szene - auch liebevoll Dauermotzer genannt - finden dein Design so unglaublich grauenvoll, dass sie gar nicht wissen, wo sie anfangen sollen, es zu kritisieren und es deshalb lieber gleich ganz sein lassen.

3. Die wahrscheinliche: Irgendwie gab es den besagten Kritikern im Zuge der nahenden Weihnachtszeit zu wenig Designs zum Kritisieren. Deshalb beriefen sie eine Prä-Weihnachts-Krisensitzung im beschaulichen Mainz ein. Doch plötzlich gab es ja dieses gewaltige Erdbeben, was einen leichten Erdrutsch unterhalb des Hotels der Kritiker auslöste. Durch die auftretenden Reibungskräfte entstand an mehreren Stellen ein Kabelbrand, das Hotel ging in Flammen auf und die Kritiker verbrutzelten wie vergessene Grillhähnchen.

4. Und nun noch die offensichtliche: Dein Design interessiert einfach mal keine Sau.

Auch verstehe ich die überragende Eloquenz mancher Leute nicht. Das sind gerade die, die nur dann ins ESL-Forum schreiben, wenn sie etwas wollen. Zum Beispiel dieser Herr:

aus ESL: Germany Clan > Clanmanagement
Suche jemanden der Unsere pic,s im rahmen erstellt...Playersheet erstellerbitte melden,thx.

Mit solch bestechender Syntax würde er vermutlich nicht mal eine Nutte auf der Reeperbahn überzeugen können mit ihm zu schlafen. Wie auch. Sie hätte mit ihrem begrenzten Kombinationsvermögen ja auch kaum eine Chance dieser kryptische Wortfolge einen tieferen Sinn zu entlocken. Eins muss man ihm aber zugute halten: Er hat sich die bei vielen scheinbar zwanghaft veranlagte Wiederholung von Interpunktionszeichen gekonnt verkniffen.

Das war jetzt zwar nur eine kleine Auswahl, die Tendenz wird aber erschreckenderweise bereits deutlich. Ich habe zwar nichts anderes erwartet, bin aber immer wieder erstaunt auf welch primitiv-naive Weise erwachsene Menschen versuchen etwas zu erreichen oder erhalten. Vielleicht später mehr.

0 Kommentare • 3356 Hits


Blog - Übersicht
Gesamt: 23 Seite < 1 [2]
Kategorie

zur Turnierübersicht

    Keine Einträge gefunden.

zur Wettübersicht

Yancor.de - Dein Online Shop fuer Clubwear und Streetwear